PLEXIGLAS® News

Starke Scheiben

29. Juni 2009

PLEXIGLAS® von Evonik reduziert das Gewicht von Autoscheiben deutlich – nach der Bewährungsprobe im Rennsport erfolgt die Übertragung auf die Serie

Jedes Kilo zählt – nicht nur im Sommer am Strand sondern auch im Boliden auf der Rennstrecke. „Und eine Gewichtersparnis von 40 bis 50 Prozent für ein Bauteil lässt das Herz jedes Renningenieurs höher schlagen“, unterstreicht Martin Roos, Besitzer von RED-Motorsport aus dem nordrhein-westfälischen Mettmann die Bedeutung von Leichtbau im Auto. So auch bei seinem Lotus Exige Renner - veredelt und erleichtert mit Teilen von Evonik Industries, einem der weltweit größten Spezialchemiehersteller. Light Weight Design heißt ein Hauptaugenmerk der Automotive-Spezialisten des Konzerns. Ein Beispiel dafür sind Front und Seitenscheiben des Brit-Racers aus Polymetylmethacrylat (PMMA), die Evonik unter dem Markennamen PLEXIGLAS® vertreibt.

Der Clou dabei: Die Seitenscheiben bestehen aus einem Verbund von PLEXIGLAS® mit einer weichen Zwischenschicht. Diese Lösung wiegt nur halb so viel wie übliches Glas. Für den Rennsport ist das Gewicht außerordentlich wichtig, dennoch verfügt das auf PMMA basierende PLEXIGLAS®, so der Chef des Automotive Industry Teams (AIT) von Evonik, Klaus Hedrich, „noch über weitere, beeindruckende Vorteile“. So zeichne sich eine solche Verbundlösung vor allem durch hohe Steifigkeit aus, biete sehr gute Transparenz, gute akustische Eigenschaften und eine hohe UV- und Witterungsbeständigkeit. Und „außerdem ist das Material sehr alterungsstabil“. Zudem ist die Steinschlagverträglichkeit deutlich besser als bei Glas.

Die Scheiben sind leicht und erfolgreich, denn sie haben bereits einen Test mit einem obligatorischen Kugelfallversuch splitterfrei bestanden. Hedrich: „Klar auch, dass die Entwickler von Evonik intensiv und mit Hochdruck an solchen Verbundlösungen für alle Fahrzeugscheiben arbeiten.“ Dabei bestehe auch die Chance, weitere Funktionen in die Verscheibung zu integrieren.

Der Motorsport ist für Evonik ein Testgelände für Alltagsanwendungen – die harte Vorstufe zur Serie. Denn nur was auf der Rennstrecke funktioniert, beweist die grundsätzliche Tauglichkeit für ein Serienfahrzeug. Daher ging Evonik jetzt konsequent den nächsten Schritt – und entwickelte zusammen mit der Sportwagenschmiede von Lotus Engineering im britischen Hethel einen ganz speziellen und
straßenzugelassenen Lotus Exige – mit allen Leichtbaulösungen von Evonik und noch einigem mehr. „Die Vorlage war unser Rennwagen von RED-Motorsport“, so AIT-Chef Klaus Hedrich, „mit dem wir in der Vergangenheit zahlreiche Rennsporterfolge in der Dutch Super Car Challenge feierten.“ Das Konzept des Straßenrenners: Geringes Gewicht wirkt, immer und bei vielen wichtigen Eigenschaften des Autos - beim Benzinverbrauch, in der Beschleunigung, beim Bremsen, in der Kurve. Die Aufgabe des Boliden mit dem Nummernschild: Aufzeigen, wie rennerprobte Leichtbaulösungen Ihren Weg in die Serienanwendung finden. Und ganz nebenbei, wie attraktiv wirkliches Abspecken aussehen kann. Das Ergebnis: der Evonik Light Weight Design (LWD) Lotus, der in Summe satte 75 Kilogramm weniger auf die Waage bringt als der schon sehr leichte Serien-Exige S.

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Michael H. Hoffmann

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    Evonik Industries ist der kreative Industriekonzern aus Deutschland mit den Geschäftsfeldern Chemie, Energie und Immobilien. Evonik ist eines der weltweit führenden Unternehmen in der Spezialchemie, Experte für Stromerzeugung aus Steinkohle und erneuerbaren Energien sowie eine der größten privaten Wohnungsgesellschaften in Deutschland. Kreativität, Spezialistentum, kontinuierliche Selbsterneuerung und Verlässlichkeit sind unsere Stärken. Evonik ist in mehr als 100 Ländern der Welt aktiv. Rund 41.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatz von rund 15,9 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis (EBITDA) von rund 2,2 Milliarden Euro.

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