PLEXIGLAS® News

PLEXIGLAS® Resist AG 100: Erste PMMA-Formmasse für Automobilverscheibungen

Darmstadt, 14. Oktober 2015
  • Hohe Designfreiheit, geringes Gewicht und Möglichkeit der Funktionsintegration

  • Spezial-Formmasse für die Spritzgieß- und Extrusionsverarbeitung

Kunststoffe wie Polymethylmethacrylat (PMMA) sind in vielen Anwendungsbereichen im Fahrzeugbau längst etabliert: zum Beispiel als langlebige Heckleuchtenabdeckungen und nichttransparente Anbauteile. In anderen erobert es sich immer mehr Marktanteile, so bei Anwendungen im Fahrzeuginnenraum wie Dekorblenden, Ambiente-beleuchtung und Türeinstiegsleisten. Zu den Einsatzgebieten mit hohem Wachstumspotenzial zählen auch Verscheibungen aus Kunststoff.

Gewichtseinsparung, Designfreiheit und Funktionsintegration: Das sind die Vorteile, mit denen Kunststoffverscheibungen gegenüber herkömmlichem Glas punkten.

Mit PLEXIGLAS® Resist AG 100 von Evonik steht weltweit die erste PMMA-Spezialformmasse für diese Anwendung zur Verfügung. Sie verfügt über die für PLEXIGLAS® bekannt hohe UV- und Witterungsbeständigkeit, ist schlagzäh-modifiziert und bis zu
30-mal bruchfester als Glas. Darüber hinaus ist es den Entwicklern gelungen, die reversible Trübung, die bei sehr hohen und niedrigen Temperaturen bei herkömmlichen schlagzäh-modifizierten Produkten auftritt, deutlich zu reduzieren.

Mit einem ausgewogenen Eigenschaftsprofil erfüllt die Spezial-Formmasse alle relevanten Anforderungen für das Einsatzgebiet Automobilverscheibungen.

Auch wurden alle Prüfungen gemäß ECE R43 durchgeführt und bestanden. Der Prüfbericht des Materialprüfungsamtes Nordrhein-

Westfalen liegt für Systeme auf Basis von PLEXIGLAS® Resist AG 100 für hintere Seitenscheiben, Dach- und Heckscheiben vor.

Verarbeitet werden kann die neue Spezial-Formmasse mit allen thermoplastischen Verfahren wie Spritzgießen oder Spritzprägen von Formteilen oder durch Extrusion mit anschließendem Thermoformen der Platten.

Und auch bei der nachträglichen Beschichtung punktet PLEXIGLAS® Resist AG 100: Aufgrund der materialinhärent vorhandenen UV- und Witterungsbeständigkeit dient die einstufige Beschichtung nur zur Erhöhung der ohnehin schon guten Kratzfestigkeit. Für PLEXIGLAS® geeignete einstufige Beschichtungen wurden erfolgreich geprüft und bestehen ebenfalls die Anforderungen nach ECE R 43. Andere nicht so witterungsstabile Thermoplaste müssen dagegen mit einer 2-stufigen Beschichtung geschützt werden. Dies verursacht zum einen höhere Kosten und darüber hinaus beeinträchtigt der aufgebrachte Witterungsschutz auch die mechanische Performance der Schicht.

Mit dem neuen PLEXIGLAS® Resist AG 100 sind somit Designern bei der Entwicklung von außergewöhnlichen Designs mit geschwungenen Linien und ausgeprägten Kanten nahezu keine Grenzen gesetzt. Dies gilt auch für Bauteile aus diesem Werkstoff, die mehrere Funktionen vereinen, so wie beispielsweise feststehende Fenster, schwarze Blende und Rückleuchte in Einem.

Überzeugend für die Automobilindustrie ist auch die gute Ökobilanz von PLEXIGLAS®, die über den gesamten Lebenszyklus nach DIN ISO 14040ff ermittelt und bestätigt wurde. Und am Ende eines Autolebens kann PLEXIGLAS® zu 100 Prozent rezykliert und prinzipiell erneut für transparente Anwendungen eingesetzt werden.

Über die Anwendung als Automobilverscheibung hinaus kann PLEXIGLAS® Resist AG 100 aber auch überall dort eingesetzt werden, wo hohe Schlagzähigkeit in Verbindung mit sehr geringer Trübung bei höheren Temperaturen gefordert ist.

 

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Doris Hirsch

PR-Management Acrylic Polymers Performance Materials

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