FAQ – PLEXIGLAS® "Der Nichtraucher" *

* PLEXIGLAS® brennt nahezu ohne Qualm.


Hier finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen rund um das Thema PLEXIGLAS® Brandverhalten.


 

Charakteristische Eigenschaften des "Nichtrauchers" PLEXIGLAS

Entwickelt brennendes PLEXIGLAS

viel Rauch?

Nein, im Vergleich zu vielen anderen Kunststoffen und vor allem zu einigen Holztypen und anderen Naturstoffen entwickelt PLEXIGLAS

nahezu keinen Rauch.

Auch hier spielt die Verbrennungsqualität eine entscheidende Rolle - je vollständiger die Verbrennung ist, umso weniger Rauch entsteht.

Prüfungen angelehnt an DIN 4102 sowie die Untersuchungen zur Einstufung in die europäische Brandklasse E nach DIN 13501 bestätigen die geringe Rauchentwicklung.

U. a. stufen z. B. die strengen Prüfvorschriften der Schweizer Feuerpolizei PLEXIGLAS

als schwach qualmend ein.

Sind die Brandgase von PLEXIGLAS

giftig?

Nein, die Rauchgase von PLEXIGLAS

wurden von einem Fachinstitut detailliert untersucht. Die Brandgase von PLEXIGLAS

sind nach DIN 53436 toxikologisch unbedenklich und erhalten die Fluchtfähigkeit des Menschen.

Sind die Brandgase von PLEXIGLAS

korrosiv?

Nein, die Brandgase von PLEXIGLAS

greifen Oberflächen anderer Werkstoffe nicht an. 

Dieses positive Verhalten bestätigt die DIN VDE 0482-267.

Welche Brandgase entstehen bei der Verbrennung von PLEXIGLAS

?

PLEXIGLAS

brennt nahezu ohne Qualm mit einer hellen Flamme. Bei normaler Verbrennung wird vorwiegend Kohlendioxid und Wasser freigesetzt. Aufgrund der chemischen Zusammensetzung (Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff) ist die Entstehung akut toxisch wirksamer Substanzen wie Phosgen, Säuredämpfen und Schwefeldioxid auch im realen Brandgeschehen nicht möglich. Weiterhin entstehen aufgrund der Abwesenheit von Halogenen keine Dioxine.

Welche thermischen Eigenschaften von PLEXIGLAS

sind für das Brandverhalten von Bedeutung?

Erweichungstemperatur: 102 bis 115 Grad Celsius (°C)

Entzündungstemperatur: 430 bis 435 °C (nach DIN 51794, entspricht dem Standard ASTM D 1929) 

Entflammungstemperatur: 300 °C 

Zersetzungsbereich: ab 190 °C

Die Angabe von Temperatur-Bereichen ergibt sich durch zwei unterschiedliche Herstellungsverfahren für Halbzeuge aus PLEXIGLAS

.

Das gegossene PLEXIGLAS

GS hat im Vergleich zum extrudierten PLEXIGLAS

XT ein höheres Molekulargewicht.

Verändern sich brandtechnische Eigenschaften im Laufe der Zeit?

Durch Verwitterung können sich für die Einstufung als B1 maßgebliche Merkmale im Laufe der Zeit verändern. PLEXIGLAS

behält seine guten brandtechnischen Eigenschaften über die gesamte Lebensdauer.

Ist brennendes PLEXIGLAS

schwer zu löschen?

Nein, für die Feuerwehren gelten hier die üblichen Brandbekämpfungsmittel. Als Löschmittel reicht Wasser oder jedes andere Löschmittel aus. Kleine Entstehungsbrände können in der Regel sogar ausgeblasen werden. Selbstständige Wiederentzündung nach vollständiger Löschung ist nicht möglich.

Bildet brennendes PLEXIGLAS

Funken?

Nein, brennendes PLEXIGLAS

bildet keinerlei brennende Funken.

Wie entzündlich ist PLEXIGLAS

?

Die Entzündbarkeit von PLEXIGLAS

ist nach DIN 4102 und DIN EN 13501 als "normal entflammbar" eingestuft – vergleichbar mit der von anderen Werkstoffen der Baustoffklasse B2, z.B. Holz.

Das Entzündungsverhalten hängt u. a. von der Oberflächengeometrie (Stegplatte brennt anders als dicke Massivplatte), seiner Lage und von der Art der Zündquelle (Zündholz oder Gasbrenner) ab.

Bildet brennendes PLEXIGLAS

brennende Schmelze und tropft es brennend ab?

Wie alle thermoplastischen Kunststoffe schmilzt PLEXIGLAS

im Brandfall. Der Schmelzefluss hängt aber sehr stark vom Brandverlauf und dem verwendeten PLEXIGLAS

Typ ab. 

Extrudiertes PLEXIGLAS

bildet leichter Schmelze, gegossenes PLEXIGLAS

weitgehend keine. 

Extrudiertes wie auch gegossenes PLEXIGLAS

ist nach der Norm DIN 4102 als B2, normal entflammbar, nicht brennend abtropfend, sowie nach DIN EN 13501 in Klasse E, nicht brennend abtropfend, eingestuft.

Verhalten sich alle PLEXIGLAS

Typen gleich?

Nicht in jedem Einzelaspekt. Im Vergleich zu extrudiertem PLEXGLAS

brennt z. B. gegossenes PLEXIGLAS

langsamer.

Alle Typen brennen jedoch mit geringer Rauchentwicklung sowie rauchgastoxikologisch unbedenklich und sind darüber hinaus nach DIN 4102 als B2, normal entflammbar und nicht brennend abtropfend, sowie nach DIN EN 13501 in Klasse E, nicht brennend abtropfend, eingestuft. Viele Kunststoffe sehen PLEXIGLAS

sehr ähnlich, verhalten sich aber im Brandfall vollkommen anders. Bitte fragen Sie gezielt nach PLEXIGLAS

der Evonik Röhm GmbH.

Brennt PLEXIGLAS

besonders schnell, trägt es damit verstärkt zur Brandausbreitung bei?

Nein, die Brandausbreitungsgeschwindigkeit wird vielmehr von anderen Faktoren wie Geometrie, Raumgewicht, Umgebungstemperatur, Luftzufuhr u. ä. bestimmt.

Verhalten sich farbige Typen von PLEXIGLAS

genauso wie farblose?

Prinzipiell ja, im Vergleich zu farblosen Typen brennen farbige, je nach Farb- und Füllstoffgehalt, mit geringfügig mehr Rauch, aber gemäß unseren Erkenntnissen immer rauchgastoxikologisch unbedenklich. Auch für die farbigen Typen von PLEXIGLAS

gilt die Einstufung nach DIN 4102 als B2, und nach DIN EN 13501 in Klasse E, normal entflammbar, nicht brennend abtropfend. Das gilt auch für die Sanitärsorten von PLEXIGLAS

.

Warum brennt PLEXIGLAS

mit so wenig Rauchentwicklung?

PLEXIGLAS

enthält im Vergleich zu vielen anderen Kunststoffen deutlich weniger Kohlenstoff, der rußend verbrennt. PLEXIGLAS

verbrennt auch mit wenig Sauerstoff in der Regel vollständig und sauber.

Was entsteht beim Verbrennen von PLEXIGLAS

?

Bei ausreichender Sauerstoffzufuhr entsteht beim Verbrennen von PLEXIGLAS

nur Kohlendioxid und Wasser.

Informationen im Einsatz und Verbau

Wie ist die Brandklassifizierung von PLEXIGLAS

nach DIN 4102?

PLEXIGLAS

ist nach DIN 4102, Teil 1, in Klasse B2, normal entflammbar, nicht brennend abtropfend, sowie nach DIN EN 13501 in Klasse E, nicht brennend abtropfend, eingestuft.

Inwieweit lässt die MVStättV die Verwendung von PLEXIGLAS

zu?

PLEXIGLAS

als B2 - normal entflammbar - eingestufter Werkstoff kann unter Zugrundelegung der neuen Musterversammlungsstättenverordnung durchaus in einer Vielzahl von Anwendungen eingesetzt werden.

Generell gilt auch hier: 

Grundsätzlich haben Brandschutzbeauftragte von Versammlungsstätten die Möglichkeit, abweichend von geforderten Brandschutzmerkmalen, wie z.B. bestimmten Baustoffklassen, zu entscheiden, ob Bedenken wegen des Brandschutzes nicht bestehen. Die Bedenken von Entscheidungsträgern im Brandschutz beziehen sich oft auf die Folgen von Qualm und Brandgasen.

Das Brandverhalten von PLEXIGLAS

- nahezu kein Qualm, nicht akut toxische Rauchgase, keine korrosiven Rauchgasbestandteile - ist also geeignet, viele Bedenken hinsichtlich des Brandschutzes aufzulösen. Fordern Sie unsere Infomappe an oder mailen Sie uns unter

info@plexiglas.de

.

Ab welcher Temperatur öffnen sich Dachflächen aus PLEXIGLAS

bzw. schmilzt PLEXIGLAS

?

Die Schmelzebildung von PLEXIGLAS

beginnt ab ca. 200 °C, Dachflächen aus PLEXIGLAS

funktioneren demnach im Brandfall als natürlicher Rauch- und Wärmeabzug.

Darf PLEXIGLAS

als Baustoff verwendet werden?

Ja, PLEXIGLAS

erfüllt durch die Baustoffklassen B2 nach DIN 4102 und Klasse E nach DIN EN 13501 die grundsätzlichen Anforderungen an Baustoffe bezüglich Brennbarkeit. Das Brandverhalten wird von unabhängigen Prüfinstituten bestätigt.

Welche Anforderungen stellen z. B. einige Messestand-Richtlinien an Werkstoffe?

- Keine Rauchentwicklung 

- Keine giftigen Rauchgase 

- Schwer entflammbar (B1) 

- Normal entflammbar (B2) - u. U. möglich, wenn z. B. Kanten eingefasst sind. 

- Normal entflammbar (B2) - u. U. möglich, wenn Bauaufsicht zustimmt.

Was bedeutet harte Bedachung?

Ein Begriff, der aus einer Zeit stammt, als es noch vermehrt "weiche" Dächer aus Stroh oder Reet gab, die durch Flugfeuer (Krieg, Flächenbrände) in Brand gesetzt wurden. 

Die Forderung nach "harter Bedachung" ist bis heute die wesentliche Forderung der Bauordnungen für Bedachungen. 

Baustoffe der Baustoffklassen B2 und B1 erfüllen in der Regel alleine als Werkstoff nicht die Forderung der harten Bedachung und gelten daher als weiche Bedachung.

Müssen beim Einsatz von PLEXIGLAS

Sprinkler o.ä. automatische Brandschutzmaßnahmen vorgesehen werden?

PLEXIGLAS

ist mit Sprinkleranlagen oder jedem anderen Löschmittel löschbar. 

Der Einsatz von PLEXIGLAS

erfordert nicht automatisch, dass Sprinkler o.ä. vorzusehen sind. Dies hängt vielmehr von anderen, gesetzlichen Vorgaben ab.

Welches Argumentationsmaterial ist erhältlich, wenn das Bauamt die Baugenehmigung für PLEXIGLAS

verweigern will?

Grundsätzlich haben Brandschutzbeauftragte auf Bauämtern oder anderen Dienststellen die Möglichkeit, abweichend von geforderten Brandschutzmerkmalen, wie z.B. bestimmten Baustoffklassen, zu entscheiden, wenn Bedenken wegen des Brandschutzes nicht bestehen. Die Bedenken von Entscheidungsträgern im Brandschutz beziehen sich oft auf die Folgen von Qualm und Brandgasen.

Das Brandverhalten von PLEXIGLAS

- nahezu kein Qualm nach DIN 4102, keine akut toxischen Rauchgase gemäß DIN 53436, keine korrosiven Rauchgasbestandteile gemäß DIN VDE 0482-267 - ist also geeignet, viele Bedenken in Hinblick auf den Brandschutz aufzulösen. Fordern Sie unsere Infomappen an. Gerne unterstützen wir Sie bei der Erstellung von Brandschutzkonzepten.

Ab wann wird es PLEXIGLAS

Typen mit noch günstigerem, international anerkanntem Brandverhalten geben?

Wir modifizieren ständig unsere Produkte, um sie den Bedürfnissen der internationalen Märkte anzupassen. 

Die Anforderungen an Materialien bestimmen darüber hinaus die vielfältigen Anwendungen, in denen PLEXIGLAS

verwendet wird. So erfüllt PLEXIGLAS

z.B. die Anforderungen, die nahezu weltweit an Lärmschutzwände gestellt werden. 

Luftfahrt- und Automobilindustrie stellen ganz unterschiedliche Anforderungen an das Brandverhalten von Werkstoffen. Auch hier kommt PLEXIGLAS

in vielen Anwendungen erfolgreich zum Einsatz.

Wen informiert die Evonik Röhm GmbH über das Brandverhalten von PLEXIGLAS

?

Neben unseren Kunden informieren wir vor allem Feuerwehren, Brandsachverständige, Bauaufsichten und Bauämter über das Brandverhalten von PLEXIGLAS

.

Allgemeine Erläuterungen zum Thema "Feuer"

Was sind die Haupt-Todesursachen bei Bränden?

Gemäß verschiedenster Fachveröffentlichungen sind Haupt-Todesursachen im Brandfall Erstickung sowie das Einatmen giftiger und heißer Brandgase (ca. 80 %). 

Verbrennung und andere körperliche Verletzungen infolge des direkten Feuers sind nachrangig (20 %).

Bedeutet die Baustoffklasse B1 automatisch, dass ein Werkstoff wenig qualmt?

Baustoffklasse B 1: schwer entflammbar.

Die Rauchentwicklung ist kein Kriterium zum Bestehen der B1-Prüfung. Eigene und von einer Materialprüfanstalt durchgeführte Untersuchungen zur Rauchentwicklung zeigen, dass einzelne B1-Werkstoffe im Brandfall sehr viel mehr Rauch erzeugen können als B2-klassifizierte Werkstoffe.

Sind Rauchgase von als B1 eingestuften Werkstoffen unbedenklich?

Baustoffklasse B 1: schwer entflammbar.

Die Toxizität von Rauchgasen ist kein Kriterium der B1-Prüfung. Toxikologische Untersuchungen von Werkstoffen haben aber gezeigt, dass einige als B1 eingestufte Materialien im Brandfall akut toxische Gase freisetzen können.

Sind Rauchgase von als B1 eingestuften Werkstoffen korrosiv?

Baustoffklasse B 1: schwer entflammbar.

Die Korrosivität von Rauchgasen wird bei der B1-Prüfung nicht ermittelt. Untersuchungen zur Korrosivität von Werkstoffen haben aber gezeigt, dass einige als B1 eingestufte Materialien im Brandfall korrosive Gase freisetzen können.

Wie verhält sich ein brennbarer Werkstoff, wenn ein Brand ausbricht?

Zunächst wird er durch eine Zündquelle erhitzt, bis er anfängt zu brennen. Die Flammen breiten sich auf seiner Oberfläche aus. Das brennende Material erhitzt seine Umgebung und kann dadurch weiteres Material entzünden. Viele Werkstoffe geben zusätzlich giftige Brandgase und/oder sehr viel Rauch ab.

Welche Faktoren beeinflussen das Brandverhalten von brennbaren Werkstoffen?

- Gestalt und Masse 

- Verbundtyp, Verbundart 

- Anordnung im Raum 

- Thermische Vorgeschichte, d. h. Art, Intensität und Einwirkdauer der Zündquelle, Ventilation

Verhalten sich alle Kunststoffe im Brandfall wie PLEXIGLAS

?

Nein. Dies ist vom einzelnen Kunststoff abhängig. Kunststoffe wie Polyester, Polycarbonat, Hart- und Weich-PVC, Polystyrol, Polyolefin u. a. verbrennen unter teilweise erheblich größerer Rauchbildung. Einzelne dieser Kunststoffe können dabei z. T. gefährliche Brandgase entwickeln.