PLEXIGLAS® ist langlebig in der Anwendung

© Kuno Krieger GmbH

Es gibt viele transparente Kunststoffe, die beim Kauf kaum voneinander zu unterscheiden sind. Ihr chemischer Aufbau ist jedoch sehr unterschiedlich – und damit sind es auch ihre Eigenschaften.

Das zeigt sich besonders bei Außenanwendungen: Innerhalb weniger Jahre können Sonnenlicht, Wind und Wetter dramatische Veränderungen an vielen Kunststoffen verursachen. Sie halten die Bewitterung nicht mehr aus, vergilben, können spröde werden und brechen. Nicht so PLEXIGLAS®!

Warum Kunststoffe verwittern

Die Vielzahl unterschiedlicher Kunststoffe ist heutzutage schier unüberschaubar. Eines haben sie aber alle gemeinsam: Sie sind aus Molekülketten aufgebaut. Die Art und Weise, wie die Molekülketten aufgebaut sind – wie lang sie sind, aus welchen Atomen sie bestehen usw. –, bestimmt Aussehen, Beschaffenheit und mechanische Eigenschaften der Kunststoffe. Unter anderem gibt der Aufbau auch vor, wie stabil die Verbindungen sind, die die Moleküle miteinander eingehen. Treffen nun UV-Licht und andere Witterungseinflüsse auf Kunststoffe, können die Molekülketten – stark vereinfacht gesagt – beschädigt werden. Die Eigenschaften des Materials verändern sich dadurch. Es kann beispielsweise vergilben, rau werden oder verspröden. Vergleichbar ist dieser Effekt mit dem Rosten von Metallen.

Wie stark sich Kunststoffe unter Witterungseinfluss verändern, hängt zum einen von der Intensität beispielsweise der UV-Strahlung und Feuchtigkeitseinwirkung ab. Hierbei spielen die geografische Lage, das Wetter, der Einbauort, die Lichtwellenlänge und Ähnliches eine wichtige Rolle. Zum anderen ist aber neben dem Witterungseinfluss auch der innere Aufbau der Kunststoffe entscheidend, also wie stabil die Molekülketten miteinander verbunden sind.

Witterungsbeständigkeit im Vergleich

© Röhm GmbH – Acrylic Products

Viele Kunststoffe reagieren relativ schnell auf Witterungseinflüsse. Das Bild zeigt sieben verschiedene transparente Kunststoffe, die einem normierten Bewitterungstest (ISO 4892-2) unterzogen wurden. Zu sehen sind der Neuzustand (links) sowie der Zustand nach 7.500 Stunden künstlicher Bewitterung, was je nach geografischer Lage einer realen Einsatzzeit von bis zu acht bis zehn Jahren entspricht.

Der Test zeigt: Bei den meisten Kunststoffen bewirkt der direkte Einfluss von UV-Strahlung und Feuchtigkeit dramatische Veränderungen. PLEXIGLAS® hingegen bleibt optisch nahezu unverändert, weil es einen materialeigenen Schutz gegen Verwitterung besitzt.

Was ist die NATURALLY UV-STABLE Technologie?

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PLEXIGLAS® besteht durch und durch aus extrem starken und UV-stabilen Molekülen – das ist die sogenannte NATURALLY UV-STABLE Technologie. Es kann in dieser Hinsicht mit Edelstahl verglichen werden, bei dem ebenfalls der innere Aufbau dafür verantwortlich ist, dass kein Rost entsteht. Übrigens: PLEXIGLAS® kann je nach Anwendung sowohl vor UV-Strahlen schützen als auch UV-durchlässig sein. UV-Durchlässigkeit ist eine Eigenschaft, die beispielsweise bei Gewächshäusern wichtig ist. UV-undurchlässige Varianten werden hingegen unter anderem für Cockpitscheiben von Helikoptern eingesetzt.

Lichtdurchlässigkeit von PLEXIGLAS® im Vergleich

© Röhm GmbH – Acrylic Products

Durch die NATURALLY UV-STABLE Technologie sind nahezu alle unter der Marke PLEXIGLAS® vertriebenen farblosen, transparenten Massivplatten, Stegplatten, Wellplatten, Blöcke, Rohre und Stäbe UV-stabil. Das heißt: Sie vergilben oder verspröden nicht und behalten ihre hohe Lichttransmission – im Gegensatz zu vielen anderen Kunststoffen, die unter Bewitterung große Teile ihrer Lichttransmission verlieren, wie die nebenstehende Grafik zeigt.

Was bringen UV-Schutzschichten?

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Häufig werden weniger witterungsbeständige Kunststoffe mit UV-Schutzschichten versehen. Beschichtungen wie Lacke oder andere Überzüge sind aber oft nur sehr dünn, können zerkratzen, abplatzen oder rissig werden. Ein dauerhafter Schutz vor Verwitterung ist damit nicht immer gewährleistet. PLEXIGLAS® braucht solche Schutzschichten nicht, weil es durch und durch UV-stabil ist.

Langanhaltend gut

Aufgrund dieser Langlebigkeit kann PLEXIGLAS® ohne Weiteres für Jahrzehnte in einer Anwendung verbleiben. Wir garantieren für nahezu alle unsere unter der Marke PLEXIGLAS® vertriebenen farblosen, transparenten Massivplatten, Stegplatten, Wellplatten, Blöcke, Rohre und Stäbe 30 Jahre lang keine Vergilbung und höchste Lichtdurchlässigkeit. Für farbige Varianten garantieren wir daneben 10 Jahre Farbechtheit.

Wie lange PLEXIGLAS® tatsächlich eingesetzt wird, variiert jedoch nach Verwendungszweck. Von einigen Tagen im Messebau bis hin zu vielen Jahren bei Flugzeugfenstern, Bildverglasungen von wertvollen Bildern in Museen oder Bauanwendungen auf der ganzen Welt. Nutzungszeiten von bis zu 30 Jahren und mehr sind bei Außenanwendungen wie Fassaden, Lärmschutzwänden, Industrie- oder privaten Überdachungen üblich und tragen damit dazu bei, die erneute Herstellung eines Produktes hinauszuzögern und somit Ressourcen zu sparen.

Kein Wegwerfprodukt

Die Nachhaltigkeit eines Materials hängt jedoch von weiteren Faktoren ab, darunter auch, was mit ihm geschieht, wenn das Ende der Nutzungsdauer erreicht ist. Wie Metall und Glas sollten auch Kunststoffe unbedingt sachgerecht entsorgt werden, damit sie die Umwelt möglichst wenig belasten. Das gilt für Wegwerfartikel wie Verpackungen genauso wie für langlebige Gebrauchsgüter, für die PLEXIGLAS® in der Regel verwendet wird. PLEXIGLAS® ist kein Sondermüll und kann daher am Ende des Lebenszyklus im positiven Sinne der Kreislaufwirtschaft („circular economy“) recycelt werden.

Lesen Sie mehr darüber im Beitrag „PLEXIGLAS®: Auch nach der Nutzung noch ein Wertstoff“. Dort erfahren Sie auch, welchen Anteil der Werkstoff am Kunststoff-Gesamtvolumen hat und wie die Kreislaufwirtschaft dabei hilft, die Vorteile von Kunststoffen zu nutzen und dabei negative Auswirkungen auf die Umwelt zu vermeiden.


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