PLEXIGLAS® in der Luftfahrt
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Freie Sicht für Segelflieger

© Akaflieg Darmstadt e. V.

Pfeifender Wind statt Motorenlärm: Segelfliegen gehört zu den puristischsten Formen des Fliegens. Für beste Sicht auf die Umgebung und den Flugverkehr sorgt eine einteilige Cockpithaube aus PLEXIGLAS®.

„Segelfliegen ist ein Gefühl, das ich unmöglich beschreiben kann. Sobald ich in der Luft bin, lasse ich wortwörtlich alles am Boden zurück“, erzählt Andreas Bott mit leuchtenden Augen. Der 25-Jährige ist Mitglied der Akademischen Fliegergruppe Darmstadt e. V., kurz Akaflieg Darmstadt, eines ganz besonderen Vereins: Seit fast 100 Jahren erfüllen sich hier Studierende, abseits von Vorlesungen und Klausuren, den Traum vom (Segel-)Fliegen.

Gute Sicht ist lebenswichtig

Neben einer Faszination fürs Fliegen brauchen die Hobbypiloten der Fliegergruppe vor allem handwerkliches Geschick. Unter dem Motto „Forschen, Bauen, Fliegen“ übernehmen die Mitglieder alle Arbeitsschritte auf dem Weg zum fertigen Segelflugzeug selbst – von der Konzeption über den Bau bis zum abschließenden Testflug.

Herzstück jedes Segelflugzeugs ist das Cockpit: Hier sitzt der Pilot und beobachtet durch die gebogene Haube die Wetterverhältnisse und den Luftraum. „Gute Sicht ist beim Segelfliegen lebenswichtig“, betont Bott. Denn die Piloten fliegen, neben der Navigation per GPS, vor allem auf Sicht. „So können wir am besten reagieren, wenn uns ein anderes Flugzeug entgegenkommt oder sich die Wolkenformation und damit die Thermik, die wir fürs Fliegen brauchen, verändert“, erläutert Bott seine Erfahrungen. „Auch beim Landen sind wir zur Orientierung besonders auf eine gute Rundumsicht angewiesen, da hilft keine Elektronik.“

Nahtloser Blick in den Himmel

Für einen nahtlosen Rundumblick des Piloten sorgen transparente Hauben aus PLEXIGLAS®. Das Markenacrylglas von Röhm bietet mit seiner hohen optischen Qualität eine verzerrungsfreie Durchsicht und lässt sich zudem flexibel an den Rumpf des Flugzeugs anpassen. „Die Haube eines Segelflugzeugs lässt sich aus einer einzelnen Platte PLEXIGLAS® formen. Dadurch werden Nahtstellen vermieden, die die Sicht behindern würden“, erläutert Bott. PLEXIGLAS® habe sich daher zu einem Standardmaterial für Segelflugzeuge entwickelt. „Für mich ist eine Alternative zu PLEXIGLAS® beim Segelfliegen unvorstellbar“, so Hobbypilot Bott.

Startbereit

In einer sogenannten Sandwichbauweise konstruieren die Studierenden aus Flügeln, Rumpf und Cockpit nach und nach ein fertiges Segelflugzeug.

© Akaflieg Darmstadt e. V.

Das Herzstück eines Segelflugzeugs

Neben dem Piloten befindet sich auch die gesamte Technik im Cockpit. Durch die gebogene Haube aus PLEXIGLAS® beobachtet der Pilot aufmerksam die Flugumgebung.

© Akaflieg Darmstadt e. V.

Nahtloser Rundumblick

Vor allem in den Sommermonaten sind die vier bereits zugelassenen Flugzeuge des Vereins jedes Wochenende im Einsatz. Da Segelflieger für den Auftrieb auf ausreichend Thermik und stabile Windverhältnisse angewiesen sind, tummeln sich bei gutem Wetter viele Segelflugzeuge gleichzeitig über dem Flugplatz in Heppenheim. In solchen Situationen ist eine gute Sicht durch die PLEXIGLAS® Haube lebenswichtig.

© Akaflieg Darmstadt e. V.

Unfallsicherheit hat oberste Priorität

Neben der verzerrungsfreien Sicht bietet PLEXIGLAS® aber noch weitere Vorteile für die Luftfahrt: So ist es leichter als Glas, aber bruchfester. Das ist besonders für die sogenannte Crash-Sicherheit von Bedeutung, schließlich birgt das puristische Flugvergnügen ein gewisses Risiko: Wenn sich das Wetter ändert, wirkt sich dies unmittelbar auf das Segelflugzeug aus. Turbulenzen während eines Fluges sind daher nahezu jedem Piloten bekannt. Um auch unvorbereitet möglichst sicher landen zu können, gelten beim Segelflugzeugbau strenge Sicherheitsauflagen. „Bei einem Unfall muss sich das Cockpit wie eine Kapsel vom Rumpf abtrennen können. Dabei darf sich die Haube natürlich nicht verformen oder brechen“, erklärt Bott. Die Haube aus PLEXIGLAS® bleibt auch bei einem Unfall formstabil.

Auch vor der starken Sonneneinstrahlung in Flughöhe sind die Segelflieger dank PLEXIGLAS® jederzeit geschützt. Durch den materialeigenen UV-Schutz gelangt nur das wärmende Sonnenlicht ins Flugzeug, während der schädliche Anteil des Sonnenlichts draußen bleibt. Darüber hinaus verhindern transparente Einfärbungen, dass die Piloten beispielsweise beim Start von der Sonne geblendet werden.

Forschen, Bauen, Fliegen

Bevor die Hobbyflieger erstmals mit ihren Modellen abheben können, steht jedoch ein mehrjähriger Arbeitsprozess. „Unser Anspruch war und ist, in jedem Flugzeug, das wir bauen, etwas auszutesten, was es bei uns vorher noch nicht gegeben hat. Das bedeutet natürlich eine Menge Arbeit“, sagt Masterstudent Bott. Doch die schreckt die Mitglieder der Akademischen Fliegergruppe , die 2020 ihr 100-jähriges Bestehen feiert, nicht ab. Denn das unvergleichliche Gefühl der Freiheit, welches laut Bott jeden beim Segelfliegen überkommt, macht alle Anstrengungen wett.

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