Möbel & Innenausbau

Mehr Hygiene: Material mit Mehrwert

6 min.

Das Bewusstsein für Hygiene ist gestiegen – gerade in Bereichen, wo viele Menschen aufeinandertreffen. Trennwände aus PLEXIGLAS® mit antimikrobieller Beschichtung bieten hier einen besonderen Schutz.

© Maridav/Shutterstock.com

Kann man durch Viren und Bakterien, die auf Oberflächen haften, krank werden? Diese Frage beschäftigt seit der Corona-Pandemie auch jene Menschen, die sich zuvor darüber im Alltag kaum Gedanken gemacht haben. Denn das Coronavirus hat das Hygienebewusstsein der Menschen nachhaltig verändert: Jetzt sind antimikrobiell beschichtete Oberflächen – in Kliniken seit Jahren zur Eindämmung multiresistenter Keime etabliert – beispielsweise auch im Laden-, Möbel- und Innenausbau sehr gefragt. Einsatzmöglichkeiten bestehen an allen Orten mit hohem Publikumsverkehr und erhöhtem Hygienebedarf, neben dem Einzelhandel etwa auch in Hotels und Freizeiteinrichtungen, Praxen und Behörden, Schulen, Kindergärten und Pflegeheimen.

Bedeutung von antibakteriellen und antiviralen Oberflächen wächst

Das dauerhaft gestiegene Hygienebewusstsein war auch ein großes Thema auf der interzum, der Weltleitmesse für Zulieferer der Möbelfertigung und des Innenausbaus, die 2021 als interzum @home online ausgerichtet wurde.

„Aktuell spielen besonders antibakterielle und antivirale Oberflächen eine wichtige Rolle. Meistens handelt es sich dabei um eine zusätzliche Beschichtung bestehender Produkte, die die Anzahl an Bakterien oder Viren innerhalb einer bestimmten Zeit verringert oder diese sogar vernichten kann“, sagt Katrin de Louw, Inhaberin der Agentur Trendfilter und Organisatorin der Trend Stage der interzum @home. „Hier erwarten wir auch in den kommenden Monaten noch einiges Neues.“

Denn viele Hersteller reagieren auf das gewachsene Hygienebewusstsein und bieten Materialien mit antimikrobiell wirksamer Oberflächenvergütung an – so wie auch die Röhm GmbH mit PLEXIGLAS® XT Antimikrobiell.

Antibakteriell: wirksam gegen Bakterien

Antiviral: wirksam gegen Viren

Antimikrobiell: wirksam gegen ein breites Spektrum von Mikroorganismen, etwa Bakterien, Pilze und Viren. Antimikrobielle Beschichtungen verhindern mikrobielles Wachstum, abhängig von den spezifischen Eigenschaften der eingesetzten Wirkstoffe.

Diese Entwicklung bestätigt der Materialexperte Hannes Bäuerle, Gründer und Geschäftsführer der Materialdatenbank raumprobe, im Interview: „Bereits seit geraumer Zeit gibt es eine ganze Palette an Materialien mit ,Anti‘-Eigenschaften.“ Corona habe dabei vieles beschleunigt: „Viele Produkte hat es bereits vorher gegeben, sie werden aber erst jetzt verstärkt nachgefragt.“

Höchste Zeit also für alle Laden-, Möbel- und Innenausbauer, auf die veränderten Bedürfnisse in puncto Hygiene zu reagieren und sich etwas genauer mit der Thematik auseinanderzusetzen!

Antimikrobiell – eine Begriffsklärung

„Materialien mit ‚Anti‘-Eigenschaften“ – damit meint der Experte Werkstoffe und Oberflächen, die gegen Viren, Bakterien, Pilze und Schädlinge allgemein schützen. Es gibt dabei unterschiedliche Technologien mit unterschiedlicher Wirkung, wie Bäuerle ebenfalls auf der interzum @home in seinem Vortrag mit dem Titel „ANTI*Material“ erläuterte. Antibakterielle Technologien beruhen demnach häufig auf silberbasierten Systemen und haben das Ziel, die Vermehrung von Bakterien zu hemmen. Viren benötigen im Gegensatz zu Bakterien einen Wirt, um sich vermehren zu können.

Antivirale Technologien richteten sich daher häufig gegen den Wirt, indem sie „verhindern, dass Bakterien, Schimmel oder Pilze Wirt sein können“, erklärt Bäuerle. Sie seien damit breiter in ihrer Wirkung als antibakterielle Technologien und gleichzusetzen mit antimikrobiellen Technologien, indem sie „lang andauernd das Wachstum von Mikroben verhindern“.

Zum Thema „Antimikrobielle Oberflächen zur Infektionsprävention“ hat der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) im April 2020 einen Statusreport herausgegeben. Darin heißt es, dass „eine Wirksamkeit der Oberflächen gegen diverse Mikroorganismen entweder durch Nutzung von massiven Materialien mit intrinsischer antimikrobieller Eigenschaft oder durch Beschichtung wie auch Imprägnierung mit antimikrobiellen oder antiadhäsiven Stoffen erzielt werden (kann)“.

Antimikrobielle Oberflächen sind wirksam gegen viele Bakterien und Viren

Und wie werden nun Oberflächen antimikrobiell? Stark vereinfacht gesagt, wirkt entweder das Material selbst antimikrobiell oder es wird beschichtet bzw. imprägniert. Bäuerle nennt als Beispiel für einen antimikrobiell wirkenden Werkstoff das klassische naturbelassene Holzbrett, auf dem man in der Küche Gemüse kleinschneidet. Dieses habe unter anderem wegen seines Gehalts an Gerbstoffen sowie seiner durchlässigen, offenporigen Oberfläche antiviral-antibakterielle Eigenschaften.

Dagegen wirkt etwa PLEXIGLAS® XT Antimikrobiell, eine spezielle Variante des Markenacrylglases von Röhm, durch seine spezielle Beschichtung. Diese enthält eine Formulierung, die mikrobielles Wachstum verhindert.

Gemeinsam haben all diese antimikrobiellen Oberflächen, dass sie nicht nur zum Schutz vor dem Coronavirus beitragen können, sondern auch vor vielen anderen viralen oder bakteriellen Infektionen.

Dazu müssen sie nach Angaben des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) eine Reihe von Bedingungen erfüllen. Wie in dessen Statusreport „Antimikrobielle Oberflächen zur Infektionsprävention“ zu lesen ist, gehören dazu etwa ein breites Wirkungsspektrum sowie mechanische und chemische Beständigkeit. Außerdem müssen sie toxikologisch unbedenklich sein, kein Allergiepotenzial bieten und auch bei Verschmutzung wirksam bleiben. Die antimikrobielle Wirksamkeit von Oberflächen wird in umfangreichen Testverfahren von unabhängigen Instituten geprüft.

Zusätzliche Flächenhygiene unerlässlich

Antimikrobielle Werkstoffe oder Beschichtungen können aber eine gründliche Reinigung und Desinfektion der Oberflächen sowie weitere Hygienemaßnahmen nicht ersetzen. Bäuerle warnt in diesem Zusammenhang vor einem „Marketing mit der Angst“. Eben weil sich viele Menschen um ihre Gesundheit sorgen, kommen unzählige Produkte wie Sprays oder Folien auf den Markt, mit denen man Materialien nachträglich „aufrüsten“ kann und die angeblich dadurch eine Ansteckung mit dem Coronavirus verhindern.

„Solche Versprechen halte ich für grob fahrlässig“, sagt Bäuerle. „Zusätzliche Hygienemaßnahmen wie das Abstandhalten sind unerlässlich, um die ansteckenden Aerosole abzuhalten.“

© iStock.com/Maica

Transparente Trennwände bei erhöhten Hygieneansprüchen

Antimikrobielle Oberflächen in Kombination mit weiteren Hygienemaßnahmen können also dort eine Lösung sein, wo Flächen und Objekte häufig berührt werden, etwa in Geschäften, Arztpraxen, Restaurants oder öffentlichen Gebäuden. Bereits zu Beginn der Pandemie reagierte der Handel mit zunächst provisorischen Schutz- und Hygienekonzepten, stellte transparente Trennwände auf, platzierte Desinfektionsmittelspender am Eingang und sorgte für Eintrittsbeschränkungen und Abstand.

„Handel mit Abstand“ heißt auch eine Studie des Forschungsinstituts EHI Retail Institute. Hiernach setzen „alle Handelsunternehmen nach den anfänglichen Provisorien auf optisch ansprechendere Lösungen, die Teil des gestalterischen Gesamtkonzepts sein sollten“. 70 Prozent der befragten Handelsunternehmen setzen dabei auf „möglichst variable Schutzkonzepte, die sie, wenn sie nicht mehr benötigt werden, wieder entfernen können“.

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der Handelsunternehmen setzen auf „möglichst variable Schutzkonzepte“ in Geschäften.

PLEXIGLAS® XT Antimikrobiell

Zusätzlich zu den bewährten Eigenschaften von PLEXIGLAS®

  • ausgezeichnete Lichtdurchlässigkeit und Brillanz
  • garantierte Vergilbungsfreiheit auch nach 30 Jahren
  • leichte Verarbeitbarkeit
  • geringes Gewicht – halb so schwer wie Glas
  • 11-mal bruchfester als Glas

hat PLEXIGLAS® XT Antimikrobiell folgende Besonderheiten:

  • ausgezeichnete Abrieb- und Chemikalienbeständigkeit
  • antimikrobielle Oberflächenausstattung

Mehr Informationen zu
PLEXIGLAS® XT Antimikrobiell

PLEXIGLAS® mit antimikrobieller Beschichtung

Mobile Trennwände, beispielsweise aus PLEXIGLAS®, können die Ladengestalter bei diesen Plänen unterstützen. Besonderen Schutz bietet PLEXIGLAS® XT Antimikrobiell mit einer beidseitigen Oberflächenvergütung. Diese transparenten Massivplatten sind beständig gegenüber Abrieb und Chemikalien und haben antimikrobielle Eigenschaften, die von einem unabhängigen Prüfinstitut bestätigt wurden.

Daher eignet sich PLEXIGLAS® XT Antimikrobiell vor allem zum Einsatz als mobile Trennscheibe, etwa im Messe- und Ladenbau sowie allgemein in Räumen mit viel Publikumsverkehr – auch weil das beschichtete Material robust und sehr einfach zu reinigen ist.

Kunden schätzen „innere Werte von Materialien"

Nichtsdestotrotz: Der hygienische Aspekt reicht als Kriterium für die Materialauswahl nicht aus, weiß der Materialexperte. Robust, nachhaltig, gesund, natürlich – auch die Anforderungen an die „inneren Werte der Materialien“ seien in den vergangenen Jahren gestiegen, beobachtet Bäuerle bei den Anfragen an seine Datenbank raumprobe. „Nicht mehr die Optik allein zählt. Die Kunden setzen auf Qualität.“

Das zeigten zudem tiefer gehende Befragungen der Materialdatenbank im vergangenen Jahr. Recycling, Kreislaufwirtschaft und kurze Transportwege seien den Kunden wichtig. Und viele seien bereit, dafür auch Geld auszugeben. „Bei Produkten im höherpreisigen Bereich sind oft die Lager leer“, so Bäuerle.

Diese Entwicklung stimmt den Experten durchaus zuversichtlich. „Material hat Funktionen mit einem Mehrwert. Es geht nicht nur um die Optik, sondern auch um das, was es in sich birgt.“ Dieser Trend des „detaillierteren Hinschauens“ auf Herkunft und Inhaltsstoffe eines Produktes zeigt sich auch in anderen Bereichen, etwa bei der Wahl von Lebensmitteln.

„Meiner Meinung nach geht es also in die richtige Richtung“, sagt Bäuerle. Somit trifft auch PLEXIGLAS®, das Markenacrylglas von Röhm, als qualitativ hochwertiger und langlebiger Werkstoff die Anforderungen der Kunden an die Nachhaltigkeit ihrer Produktauswahl. Und die neue Variante bietet mit ihrer antimikrobiellen Wirkung gerade in diesen Zeiten einen wichtigen Mehrwert.

„Material hat Funktionen mit einem Mehrwert. Es geht nicht nur um die Optik, sondern auch um das, was es in sich birgt.“

Hannes Bäuerle, Gründer und Geschäftsführer von raumprobe

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