Ladenbau

Wie der Wandel im Handel den Ladenbau verändert

8 min.

Wie müssen sich stationäre Läden verändern, um wettbewerbsfähig gegenüber dem Onlinehandel zu sein? Und was bedeutet das für Konzepte und Materialien im Ladenbau? Der Geschäftsführer des Instituts für Handelsforschung (IFH KÖLN), Dr. Kai Hudetz, beschreibt zwei mögliche Szenarien.

© Röhm GmbH – Acrylic Products

Wer zeitgemäße Konzepte und Materialien für den Ladenbau entwickelt, sollte sich auf zwei gegensätzliche Tendenzen im stationären Handel einstellen, die durch die Corona-Krise beschleunigt werden: Erleben kontra Erledigen.

Wozu brauchen wir überhaupt noch Geschäfte? Als der stationäre Einzelhandel während der Corona-Shutdowns im Frühjahr 2020 und im Winter 2020/21 eine Zwangspause auferlegt bekam, konnten wir fast alles über das Internet nach Hause bestellen: vom Toilettenpapier bis zum Bürostuhl für das Homeoffice. Und nach der Wiederöffnung der Geschäfte dämpften wirtschaftliche Unsicherheit, Maskenpflicht und Abstandsregeln die Kauflust. Überdies schreitet die Verödung der Innenstädte schon seit Jahren voran, während Online-Shopping boomt. Der stationäre Einzelhandel braucht neue Konzepte, so viel steht fest!

Veränderungen im Ladenbau

Exklusiv für PLEXIGLAS® hat der Geschäftsführer des IFH KÖLN, Dr. Kai Hudetz, zwei mögliche Szenarien für die Zukunft des stationären Einzelhandels beschrieben und eingeordnet. Daraus ergeben sich auch Veränderungen für den Ladenbau und neue Anforderungen an die verwendeten Materialien.

PLEXIGLAS® kann dabei mit seinen vielfältigen Eigenschaften zu Ladeneinrichtungen beitragen, die wieder die Lust auf den Einkauf vor Ort wecken.

IFH KÖLN

Das Institut für Handelsforschung ist ein international renommiertes Marktforschungs- und Beratungsunternehmen für den Handel. Als Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Wissenschaft liefert das IFH KÖLN fundierte Marktanalysen und berät zu zeitgemäßen Geschäftsmodellen.

Szenario 1: Der stationäre Handel braucht Showrooms

Die These:
Erlebnis, Beratung, Service – der stationäre Einzelhandel spielt künftig seine Vorteile gegenüber dem Onlinehandel besser aus, um die Kundinnen und Kunden in die Läden zu locken: Neben der persönlichen Beratung verstärken Geschäfte durch eindrucksvolle Ladengestaltung den Erlebnisfaktor, sie werden zum Showroom für hochwertige Ware. Ladengeschäfte mit Erlebnis- und Servicecharakter bieten Inspiration und Expertise. Die Käuferinnen und Käufer entdecken dort attraktive Produkte und tätigen Impulskäufe.

Statt einer zeitintensiven Online-Recherche lassen sie sich vor Ort persönlich beraten und entscheiden sich zwischen vergleichbaren Produkten.

Typische Warengruppen:
Kleidung und Schuhe, Bücher, Einrichtung, Geschenkartikel, Elektronik

Stärken:
Personal ist das wichtigste Alleinstellungsmerkmal gegenüber dem Onlinehandel. „Aber die Rolle muss sich ändern: weg vom Verkäufer, hin zum Problemlöser“, sagt Hudetz. Weitere Pluspunkte seien Haptik, Visualisierung und Erlebnis: Kundinnen und Kunden können Produkte in Augenschein nehmen, anfassen, anprobieren. Und die Ware ist sofort verfügbar, ohne Stress mit Bestellprozessen und Paketzustellung.

Darüber hinaus können auch stationäre Läden die Vorzüge des Internets nutzen. So geht laut Hudetz der Trend dahin, Online- und Offline-Elemente zu verknüpfen: Kleidungsstücke im Geschäft anprobieren, QR-Code scannen, online bezahlen und direkt nach Hause liefern lassen.

Warenpräsentation:
„Der stationäre Handel muss stärker in das Erlebnis investieren und Waren besser inszenieren, beispielsweise per Augmented Reality“, findet Hudetz. Nötig sei auch eine höhere Qualität im Ladenbau: schöner, wertiger, funktionaler. Mit flexiblen Elementen kann die Einrichtung im Handumdrehen variieren. Das erfordert bewegliche, leichte Elemente, die schick und optisch ansprechend wirken.

PLEXIGLAS® gibt Ladenbauern dank seiner Leichtigkeit und seiner guten Verarbeitbarkeit eine große Designfreiheit für spektakuläre Showrooms. Beispielsweise für außergewöhnliche Regale und Displays mit hochglänzenden, kratzfest beschichteten Oberflächen oder für hinterleuchtete Thekenfronten. Zudem ist das Original von Röhm nicht nur in einer breiten Farbpalette erhältlich, sondern lässt sich in jeder Trendfarbe einfärben oder auch im Digitaldruck bedrucken.

Vielfalt im Ladenbau

PLEXIGLAS® bietet eine Vielfalt an Formen, Farben, Oberflächen und intelligenten Funktionalitäten und lässt sich einfach verarbeiten. Es setzt Ware in individuell gestalteten Displays effektvoll in Szene.

Entdecken Sie die vielfältigen Gestaltungs­möglichkeiten für den Ladenbau in unserer Broschüre PLEXIGLAS® für Möbel- und Innenausbau.

Was für dieses Szenario spricht:
„Die Lust am Einkaufsbummel, der sich mit anderen Aktivitäten in der Stadt verbinden lässt, wird wiederkommen“, prognostiziert Hudetz. Aber: Corona beschleunigt Entwicklungen, die sich schon länger abgezeichnet haben. Schon vorher mangelte es vielen Läden des stationären Einzelhandels an Attraktivität. „Die Anforderungen an Service und Erlebnis steigen“, weiß Hudetz und betont: „Die Beratungskompetenz und der persönliche Touch sind Kompetenzen, die sich der stationäre Einzelhandel nicht nehmen lassen darf.“

 

Ihre Meinung:

Werden Erlebnis und Service im stationären Einzelhandel wichtiger?

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Wow-Effekte im Ladenbau

Mit seinen vielfältigen Eigenschaften und Formen setzt PLEXIGLAS®, das originale Acrylglas von Röhm, Akzente im Ladenbau. Prädikat: „instagrammable“!

© Röhm GmbH – Acrylic Products

Mit Licht gestalten

Beleuchtete Flächen mit einer Abdeckung aus PLEXIGLAS® LED für Hinterleuchtung sorgen für eine angenehme Atmosphäre. Zum Beispiel an Theken oder in Umkleidekabinen.

© Röhm GmbH – Acrylic Products

Elegante Displays

Dank der nahezu unbegrenzten Formbarkeit können aus PLEXIGLAS® außergewöhnliche Displays hergestellt werden. Hier zeichnet sich PLEXIGLAS® Hi-Gloss durch die außergewöhnliche Glanz- und Tiefenwirkung aus. Für besonders hohe Anforderungen an Oberflächen stehen kratzfest veredelte PLEXIGLAS® Varianten zur Verfügung.

© Röhm GmbH – Acrylic Products

Grüner Trend

Mit PLEXIGLAS® lassen sich je nach Lichtdurchlässigkeit und Oberfläche unterschiedliche Effekte erzielen. Zum Beispiel im Zusammenspiel mit Pflanzen, einem aktuellen Trend im Interior Design.

© Röhm GmbH – Acrylic Products

Vielfalt an Formen

PLEXIGLAS® Rohre und Stäbe in verschiedenen Durchmessern eignen sich für Displays, Warenschütten oder Leuchtelemente.

© Röhm GmbH – Acrylic Products

Szenario 2: Self-Service-Stores sind im Kommen

Die These:
Der stationäre Einzelhandel setzt vermehrt auf Automatisierung zugunsten einer schnellen und bequemen Verfügbarkeit von Produkten: Rund um die Uhr zugängliche Self-Service-Stores ermöglichen kontaktlosen Einkauf ohne Personal. Käuferinnen und Käufer entnehmen die gewünschten Produkte, scannen sie selbst und zahlen bargeldlos. Zugang zum Laden, Kaufabwicklung und Bezahlung laufen über eine Smartphone-App oder eine Kundenkarte. Self-Service-Stores dienen dem Versorgungskauf: Kundinnen und Kunden wollen schnell die nötigsten Dinge für den täglichen Bedarf besorgen, ohne sich nach Ladenöffnungszeiten zu richten oder Schlange zu stehen. Als Standort können gleichermaßen stark frequentierte Areale wie Innenstädte, Bahnhöfe oder Flughäfen dienen. Denkbar sind Self-Service-Stores aber auch im ländlichen Raum, um die Versorgung mit dem Grundbedarf sicherzustellen.

Typische Warengruppen:
Lebensmittel, Genussmittel, Haushaltswaren, Drogerieartikel

Stärken:
24/7-Betrieb, Bequemlichkeit und Zeitersparnis für die Kundinnen und Kunden sind die Vorzüge der Self-Service-Stores, abgesehen vom Bedürfnis nach kontaktarmem Einkauf während der Pandemie.

Warenpräsentation:
Raumgestaltung und Warenpräsentation müssen klar und übersichtlich sein. Dies erfordert eine einfache Navigation durch den Laden, klare Ausschilderung und übersichtliche Displays, in denen die Waren gut präsentiert werden können. Zudem müssen die verbauten Materialien an den Selbstbedienungstheken besonders stabil, robust und leicht zu reinigen sein.

Für intensiv beanspruchte Flächen im Ladenbau bietet sich PLEXIGLAS® Optical HC an. Mit seiner kratzfesten Beschichtung verbindet es ein edles Erscheinungsbild mit einem Höchstmaß an Strapazierfähigkeit. Das Material lässt sich zudem gut bedrucken und ermöglicht damit individuelles und zugleich robustes Design.

Was für dieses Szenario spricht:
Wegen des Hygienegebots in der Corona-Krise ist die Akzeptanz für bargeldloses Bezahlen gestiegen, selbst bei Kleinbeträgen beim Bäcker. Das verstärkt die Bereitschaft, in Self-Service-Stores einzukaufen. Aber auch schon vor Corona waren diese im Kommen, denn sie verlängern die Ladenöffnungszeiten ohne zusätzliche Personalkosten und erlauben es, auch kleine Ladenflächen effizient und kostengünstig zu bespielen.

 

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Das Fazit des Handelsexperten

„Szenario 1 und Szenario 2 schließen einander nicht aus“, sagt Handelsexperte Dr. Hudetz. „Sie differenzieren sich anhand von Kontext, Kundentyp und Zeitfaktor.“ Er ist überzeugt, dass herkömmliche Bestellprozesse abgelöst werden müssen: „Die Kundinnen und Kunden sehen etwas und wollen es so schnell wie möglich haben. Denkbar ist eine Kombination aus Showroom und einem bequemen Online-Bestellprozess.“

Hudetz verweist auf das neue Konzept „fashion connect“, das die Bekleidungskette bonprix in Hamburg testet: Man checkt über eine Smartphone-App im Laden ein und wird von einem digitalen Shopping-Assistenten begleitet. Mit der App kann man die Codes der gewünschten Kleidungsstücke scannen, Größe und gegebenenfalls verschiedene Farben wählen und sich die Teile in die Umkleidekabine bringen lassen.

Ebenso existieren Konzepte, die Self-Service-Stores mit analogen Elementen verbinden. Die Bio-Supermarktkette tegut testet aktuell in Fulda unter dem Namen teo einen automatisierten Mini-Supermarkt mit 950 Artikeln auf 50 Quadratmetern Fläche. Kundinnen und Kunden können wahlweise per App oder mit einer Kundenkarte den Laden öffnen, Produkte scannen und bezahlen.

Angegliedert sind analoge Angebote wie eine Fahrradwerkstatt und ein Büchertauschregal. Mit dieser „stationären Antwort auf Online-Shopping“ will tegut sowohl die Nahversorgung stärken als auch den digitalen Handel vorantreiben. Das teo-Konzept ist mit dem Innovationspreis 2020 des Handelsverbands Deutschland (HDE) ausgezeichnet worden.

Link-Tipp: Corona und die Folgen

Aktuelle Zahlen, Umfragen und Studien zum Konsumverhalten während der Corona-Pandemie veröffentlicht das IFH KÖLN auf der Website https://corona.­ifhkoeln.de/.

„fashion connect“

Die Modekette bonprix testet in einem Pilot Store in Hamburg das neue Retail-Konzept „fashion connect“. Es verbindet die Vorteile des stationären Handels mit den Vorzügen des Online-Shoppings. Kundinnen und Kunden checken per App im Laden ein und nutzen diese als digitalen Shopping-Assistenten.

© bonprix / M. Kielmann

„fashion connect“

Zeitgemäße Ladeneinrichtung: „Jedes Kleidungsstück und jedes Accessoire wird nur einmal in inspirierenden Themenwelten präsentiert. Diese sogenannte One-Item-Presentation verleiht dem Store einen übersichtlichen und großzügigen Showroom-Charakter“, heißt es im Konzept von bonprix.

© bonprix / M. Kielmann

„fashion connect“

Über die App scannen Kundinnen und Kunden die gewünschten Artikel und wählen jeweils die Größe aus. Die Kleidungsstücke werden im virtuellen Shopping Bag abgelegt und direkt in der angenehm gestalteten Umkleide bereitgestellt.

© bonprix / M. Kielmann

Rund um die Uhr versorgt mit teo

Unter dem Namen teo will tegut automatisierte Mini-Supermärkte als innovative Nahversorger etablieren.

© tegut… gute Lebensmittel GmbH & Co. KG; Björn Friedrich

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