Küchenrückwand aus PLEXIGLAS® montieren

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Eine fugenlose Küchenrückwand als Alternative zum Fliesenspiegel sieht elegant aus und lässt sich einfach montieren. Hier finden Sie eine Befestigungsanleitung mit Video.

Die Küche ist für viele der Lieblingsort in der Wohnung. Hier wird nicht nur gekocht, sondern mit der Familie und mit Freunden zusammengesessen, gegessen und gefeiert. Die Küche wird zunehmend zum Wohnraum. Das spiegelt sich auch in der Ausstattung wider. Wer die Küche neu gestalten und modernisieren möchte, kann schon mit geringem Aufwand große Effekte erzielen. Zum Beispiel mit einer Wandverkleidung aus PLEXIGLAS®: Der alte Fliesenspiegel mit unansehnlichen Fugen verwindet dann hinter einer fugenlosen, brillanten Oberfläche, die den Raum optisch vergrößert und aufwertet.

Heimwerker, die eine Küchenrückwand selber montieren möchten, können das Material sehr gut handhaben. Im Vergleich zu Glas ist Acrylglas sehr viel leichter und einfacher zu verarbeiten. Zudem ist es im Alltagsgebrauch überaus robust, pflegeleicht und leicht zu reinigen – eine wichtige Voraussetzung für Oberflächen in der Küche.

Welche Sorte PLEXIGLAS® eignet sich für eine Küchenrückwand?

Grundsätzlich können Massivplatten aller PLEXIGLAS® Varianten als Alternative zum Fliesenspiegel in der Küche verwendet werden. Die Entscheidung hängt von den Gestaltungswünschen ab, denn mit dem Markenacrylglas von Röhm lassen sich viele individuelle Ideen für eine Küchenrückwand verwirklichen: zum Beispiel großflächige Hochglanz-Paneele mit einer neuen fröhlichen Farbe oder ganz dezent Ton in Ton mit den Küchenmöbeln.

Mit einem Fotodruck wird der Spritzschutz zum Blickfang, etwa mit einer appetitlichen Food-Fotografie oder einem Pflanzen- oder Landschaftsmotiv. Und eine hinterleuchtete Küchenrückwand mit PLEXIGLAS® in Kombination mit LED verbreitet stimmungsvolles Licht.

Tipp:

PLEXIGLAS® gibt es in einer großen Vielfalt an Farben und Eigenschaften. Bestellen Sie sich zur Auswahl vorab Muster im PLEXIGLAS® Onlineshop.

Für elegante Küchenrückwände besonders beliebt sind PLEXIGLAS® Hi-Gloss sowie PLEXIGLAS® Optical HC und PLEXIGLAS® Optical HCM.

 

ZUR MUSTERBESTELLUNG

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Hochwertiger Look und einfache Montage: Küchenfliesenspiegel aus PLEXIGLAS® Hi-Gloss

Materialliste für eine Küchenrückwand aus PLEXIGLAS®

  1. Wasserfester Stift
  2. Mittelfeine bis feine Maschinenfeile
  3. Ziehklinge
  4. Sprühflasche
  5. Lochsäge (für Kunststoff und Acrylglasverarbeitung)
  6. Stufenbohrer
  7. Kegelbohrer
  8. Senker
  9. Metallbohrer mit Acrylglasanschliff (Spitzenwinkel 60° bis 90°)
  10. Bündigfräser mit Anlaufring
  11. Konturfräser mit Anlaufring
  12. Stichsägeblatt mit Geradverzahnung und einer Zahnteilung von 2,5 mm
  13. Kreissägeblatt mit Geradverzahnung (optimal Trapez-Flachzahn) mit ca. 13 mm Zahnabstand
  14. Aluminiumprofile
  15. Fensterrahmendichtung
  16. Distanzschnur aus PLEXIGLAS® verträglichem Material, z. B. Silikonschnur oder Moosgummi

Anleitung: Küchenrückwand aus PLEXIGLAS® befestigen

Hier erklären wir Ihnen eine lösbare Befestigungsmethode ohne Kleben, bei der die PLEXIGLAS® Platte zwischen Aluprofilen befestigt wird. Das hat den Vorteil, dass sie jederzeit herausgenommen und wieder eingesetzt werden kann.

Ein wichtiger Hinweis vorab: Wenn Sie PLEXIGLAS® an der Wand hinter dem Herd befestigen möchten, prüfen Sie, ob der Abstand zum Kochfeld ausreicht. Bei einem Cerankochfeld sollten es mindestens 60 Millimeter sein und bei einem Gasherd 200 Millimeter. Beachten Sie in jedem Fall die Herstellerangaben.

 

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1

Steckdosen abklemmen

Lassen Sie die Steckdosen fachgerecht von einem Elektriker abklemmen. Legen Sie die Abdeckung beiseite.

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2

Profile zuschneiden

Messen Sie die Länge aus und schneiden Sie die Aluprofile zu. Diese können an die Wand geklebt oder geschraubt werden. Empfehlenswert sind Wandverschraubungen, sofern die Möglichkeit besteht.

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3

Dichtung zuschneiden

Eine selbstklebende Schaumstoffdichtung zwischen Arbeitsplatte und Profil verhindert, dass Wasser eindringt. Gut geeignet ist eine Fensterrahmendichtung, die im Baumarkt erhältlich ist. Schneiden Sie die Dichtung zu und kleben Sie sie auf das untere Profil. Alternativ können Sie den Übergang zwischen Profil und Arbeitsplatte mit einem geeigneten Silikon abdichten.

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4

Profil an die Wand schrauben

Tipp: Achten Sie bei dieser Art der Montage darauf, dass Sie das Eckprofil von oben auf die vorher eingebauten Platten schieben können. Ist das nicht der Fall, sollten Sie eine andere Befestigungsart wählen.

Prüfen Sie zunächst die Beschaffenheit des Untergrunds und gleichen Sie Unebenheiten aus. Es empfiehlt sich, im Bereich der Steckdosen ein Gegenlager anzubringen, damit später die Steckdosen stabil angebracht werden können. Dann schrauben Sie das Profil an die Wand.

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5

Plattenmaß ermitteln

Die PLEXIGLAS® Platte wird etwas kürzer zugeschnitten als der Rahmen, um die Montage zu gewährleisten. Für den passenden Zuschnitt messen Sie das lichte Abstandsmaß zwischen den Profilen und rechnen Sie einmal die Einstecktiefe dazu. Dies ist die Formel zur Berechnung:

Höhe = lichtes Profilmaß + (1 x Profiltiefe) ‒1 mm Spiel
Länge = lichtes Maß vom U-Profil bis Eckprofil + (1 x Profiltiefe)

Übertragen Sie die Maße auf die PLEXIGLAS® Platte und schneiden Sie sie mit einer Handkreissäge zu.

Anleitung und Tipps: PLEXIGLAS® schneiden

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6

Distanzschnur ins Profil einlegen

Legen Sie eine Rundschnur in das untere Profil ein. Sie gewährleistet, dass die PLEXIGLAS® Platte richtig sitzt und sich ausdehnen kann. Die Dicke der Distanzschnur sollte die Einstecktiefe des Profils minus circa 3 Millimeter betragen.

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7

Position der Steckdosen exakt auf die PLEXIGLAS® Platte übertragen

Übertragen Sie die Position der Bohrungen für die Steckdosen exakt auf die PLEXIGLAS® Platte.

Wichtig: Wegen des Ausdehnungsspiels von PLEXIGLAS® sollte die Bohrung mindestens fünf Millimeter im Durchmesser größer sein.

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8

Aussparungen bohren

Bohren Sie nun die Aussparungen für die Steckdosen. Zum Bohren von PLEXIGLAS® verwendet man eine für Acrylglas geeignete Lochsäge. Wählen Sie eine langsame Drehzahl und kühlen Sie die Bohrung kontinuierlich mit Wasser aus einer Spritzflasche. Anschließend entgraten Sie die Bohrung mit einer Feile oder Ziehklinge.

Anleitung und Tipps: PLEXIGLAS® bohren

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Schutzfolie der Rückseite entfernen

Vor dem Einsetzen der PLEXIGLAS® Platte in die Profile entfernen Sie die Schutzfolie komplett von der Rückseite. An der Vorderseite entfernen Sie zunächst nur einen schmalen Streifen der Schutzfolie entlang des Randes, damit die Platte gut in den Rahmen passt.

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PLEXIGLAS® Platte montieren

Setzen Sie nun die PLEXIGLAS® Platte in den Rahmen. Bei groß dimensionierten Küchenrückwänden gelingt dies am einfachsten mit einem Saugheber.

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Schutzfolie komplett entfernen

Erst nach dem Einsetzen entfernen Sie die Schutzfolie von der gesamten Vorderseite der PLEXIGLAS® Platte.

Häufig gestellte Fragen zu Küchenrückwänden aus Acrylglas

  • Es handelt sich um PLEXIGLAS® Hi-Gloss WM596 C1 mit sechs Millimetern Dicke.

  • Nein, die Fliesen werden nicht durchscheinen.

  • Die maximale Gebrauchstemperatur von PLEXIGLAS® liegt bei 70 Grad Celsius. Mit einem Mindestabstand von 60 Millimetern zu Cerankochfeldern und 200 Millimetern zu Gaskochfeldern kann PLEXIGLAS® eingesetzt werden. Beachten Sie jedoch auch die Angaben des Herstellers des Herdes beziehungsweise des Kochfeldes.

  • Kurzzeitige Einwirkung von Fettspritzern schadet PLEXIGLAS® nicht. Spritzer vom Kochen und Braten lassen sich leicht mit einem weichen, fusselfreien Tuch und lauwarmem Wasser mit einem Spritzer Spülmittel entfernen.

  • Das ist unproblematisch, weil das Spiegelklebeband keinen direkten Kontakt zur Wärme vom Kochfeld hat.

  • Üblicherweise sind derartige Aluprofile in Baumärkten erhältlich.

  • Die Berechnungsformal lautet:

    Höhe = lichtes Profilmaß + (1 x Profiltiefe) ‒1 mm Spiel

    Länge = lichtes Maß vom U-Profil bis Eckprofil + (1 x Profiltiefe)

Anleitungen zum Verlegen von PLEXIGLAS®


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